Im Winter verwandelt sich der Feldberg in ein weißes Paradies – und auf Schneeschuhen lässt sich diese Landschaft ganz besonders intensiv erleben. Wer zum ersten Mal auf Schneeschuhe steigt, profitiert von ein paar einfachen Tipps, die den Einstieg deutlich leichter machen.
Was sind Schneeschuhe überhaupt?
Schneeschuhe sind Hilfsmittel, die unter normale Wanderschuhe geschnallt werden und die Auftrittsfläche erheblich vergrößern. Dadurch sinkt man im Schnee nicht ein, sondern gleitet – ähnlich wie auf Skiern – über die Schneeoberfläche. Moderne Schneeschuhe bestehen aus leichtem Aluminium oder Kunststoff und sind mit Zacken an der Unterseite ausgestattet, die auf vereisten Flächen Halt geben.
Im Gegensatz zu Skiern oder Langlaufskiern braucht man für Schneeschuhe keine Vorkenntnisse. Wer wandern kann, kann auch Schneeschuhwandern – das macht diese Sportart ideal für Einsteiger und Familien.
Die richtige Ausrüstung für den Feldberg
Am Feldberg kann das Wetter im Winter unberechenbar sein: Sonnenschein kann schnell in Schneegestöber umschlagen, und Temperaturen unter minus 15 Grad sind keine Seltenheit. Die richtige Ausrüstung ist deshalb kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für eine sichere Tour.
- Schneeschuhe: Für Einsteiger-Touren reichen Einsteigermodelle. Leihgeräte sind in Hinterzarten und am Feldberg verfügbar.
- Stöcke: Teleskopstöcke mit breiten Teller-Aufsätzen helfen beim Gleichgewicht und entlasten die Knie bei Abstiegen.
- Schuhe: Wasserdichte, knöchelhohe Wanderschuhe oder leichte Bergschuhe. Gummistiefel sind ungeeignet.
- Kleidung: Das Zwiebelprinzip: Funktionsunterwäsche, Fleece-Zwischenschicht, wind- und wasserdichte Außenjacke. Warme Handschuhe und Mütze sind Pflicht.
- Rucksack: Wasser, Snacks, eine Notfalldecke und Sonnencreme (UV-Strahlung im Schnee ist stark) gehören in jeden Rucksack.
Einsteiger-Routen am Feldberg
Der Feldberg und seine Umgebung bieten mehrere gut markierte Routen, die speziell für Schneeschuhwanderer freigegeben sind. Abseits dieser Routen ist das Betreten von Schneefeldern am Feldberg verboten – das Naturschutzgebiet schützt seltene Tier- und Pflanzenarten.
Besonders beliebt für Einsteiger ist die Rundroute vom Feldberg-Gipfelparkplatz über den Seebuck zum Baldenweger Buck und zurück. Diese etwa 5 Kilometer lange Strecke mit rund 150 Höhenmetern lässt sich in zwei bis drei Stunden bewältigen und bietet spektakuläre Aussichten auf den Schwarzwald und – bei klarem Wetter – bis zu den Alpen.
Eine etwas ruhigere Alternative ist der Weg von Hinterzarten über den Windeck in Richtung Feldberg-Ort. Dieser Weg führt durch dichten Schwarzwaldwald und eignet sich gut für Familien mit Kindern.
Sicherheit im Schnee
Der Hochschwarzwald ist kein Hochgebirge, aber unterschätzt werden sollte er nicht. Diese Grundregeln schützen vor unangenehmen Überraschungen:
- Wettervorhersage vor dem Start prüfen – und Nachmittagstouren bei schlechter Prognose meiden.
- Immer jemandem sagen, wohin man geht und wann man zurück sein wird.
- Auf markierten Wegen bleiben. Abseits der Routen besteht erhöhte Lawinengefahr.
- Früh starten: Im Winter werden die Tage schnell kurz, und in der Dämmerung kann man sich leicht verlaufen.
- Handyakku im Warmen halten – Kälte entlädt Akkus schnell.
Mit Guide oder alleine?
Für die erste Schneeschuhtour empfiehlt sich ein erfahrener Guide. Nicht nur wegen der Sicherheit – ein guter Guide kennt die schönsten Stellen, die man als Neuling auf eigene Faust kaum findet. Er weiß, wo sich frische Rehe durchs Unterholz bewegen, wo die Aussicht am schönsten ist und welche Hütten unterwegs zur Einkehr einladen.
TourAktiv bietet geführte Schneeschuhwanderungen im Hochschwarzwald für Einzel- und Gruppentouren an. Mehr Informationen und alle Schneeschuhrouten im Hochschwarzwald finden Sie beim Hochschwarzwald Tourismus.
← Zurück zum Blog